Ein Pariser Gericht hat die umfassendste Anti-Piraterie-Sperrungsanordnung in Frankreichs Geschichte erlassen: Internetanbieter, VPN-Dienste und DNS-Resolver wurden angewiesen, 35 Websites mit piratiertem Sportstreaming zu sperren. Die Klagen stehen im Zusammenhang mit der spanischen Fußballliga LaLiga.
Der Umfang ist beispiellos. Nicht nur die größten französischen ISPs sind betroffen — auch alternative DNS-Dienste wie Google (8.8.8.8), Cloudflare (1.1.1.1) und Quad9 müssen sich fügen. VPN-Anbieter ProtonVPN, CyberGhost und ExpressVPN sind namentlich in der Anordnung aufgeführt.
Die Sperren gelten bis zum 21. Juni 2026 und können durch Koordination mit dem Medienregulator ARCOM auf weitere Domains ausgeweitet werden.
Das Gericht merkte an, dass LaLiga nicht direkter Kläger sein kann, da es eine spanische Organisation ist. beIN Sports France konnte jedoch nachweisen, dass ihre exklusiven Übertragungsrechte verletzt werden, da Piraten-Streams ihr Branding zeigten.
Warum das für VPN-Nutzer wichtig ist: Dieses Urteil zeigt einen wachsenden globalen Trend: Behörden zielen zunehmend auf VPN-Dienste selbst ab. ASMO VPN überwacht regulatorische Entwicklungen und gewährleistet die Dienstverfügbarkeit auch in komplexen regulatorischen Umgebungen.


